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Saisonarbeit in Deutschland 2011

Donnerstag, 02. Dezember 2010

Auch im nächsten Jahr wird eine Saisonarbeit in Deutschland für viele Menschen eine begehrte Tätigkeit sein. Insbesondere Saisonarbeiter aus Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien strömten in den vergangenen Jahren in großer Zahl in die Zentren der deutschen Agrarwirtschaft, um dort für einige Wochen oder Monate der Saisonarbeit nachzugehen. Die für osteuropäische Verhältnisse attraktiven Löhne zogen immer wieder motivierte Arbeitnehmer an. Doch 2011 treten einige gesetzliche Neuregelungen in Kraft, die auch Auswirkungen auf die Saisonarbeit in Deutschland haben dürften.

Ist eine deutsche Landwirtschaft ohne osteuropäische Erntehelfer überhaupt denkbar? Vermutlich nicht, denn trotz eines zunehmenden maschinellen Einsatzes ist bei der Ernte von Spargel, Erdbeeren, Niederstamm-Obstbau oder Streuobst ein Verzicht auf manuelle Hilfe nicht denkbar. Saisonarbeit wird es in Deutschland also auch 2011 in ausreichendem Maße geben. Aber kommen auch genügend Saisonarbeiter in den Westen?

In 2011 fallen für die Staaten, die 2004 der Europäischen Union beigetreten sind, Einschränkungen bezüglich der Arbeitnehmerfreizügigkeit weg. Arbeitssuchende aus Polen, aber auch Tschechen, Ungarn und weitere dürfen dann in Deutschland genehmigungsfrei jede Stelle annehmen. Bisher war das nicht möglich, wobei für den Bereich Saisonarbeit besondere Regelungen galten – zum Vorteil der deutschen Landwirtschaft, der deutschen Gastronomie und weitere Sektoren, die in den Genuß kamen, das Saisonarbeitverfahren der Bundesagentur für Arbeit anwenden zu dürfen. Doch damit ist jetzt Schluß – lediglich für Saisonarbeiter aus Rumänien und Bulgarien sowie für Kräfte aus bestimmten Staaten aus dem Nicht-EU-Raum (derzeit nur für Kroatien angewandt) findet das Saisonarbeitsverfahren der Arbeitsagentur weiterhin Anwendung.

Diese neue Gesetzeslage macht eine Beschäftigung als Saisonarbeitnehmer 2011 für die bisher in Deutschland so zahlreich vertretenen Polen uninteressanter. Natürlich werden auch weiterhin Saisonarbeiter aus diesen Staaten nach Deutschland kommen, doch werden viele (insbesondere solche mit deutschen Sprachkenntnissen) auch andere Stellen finden können, die deutlich besser bezahlt sind. Auch wird die Gefahr zunehmen, dass Saisonarbeiter zwar auf ihrer Arbeit in Deutschland wie geplant beginnen, dann aber nach wenigen Wochen etwas lukrativeres gefunden haben und  den Landwirt mit seiner Arbeit alleine lassen. Durch den harten Wettbewerb ist in der deutschen Landwirtschaft nur ein sehr geringes Lohnniveau anzutreffen, weshalb die Saisonarbeit für deutsche Arbeitnehmer oft als wenig attraktiv angesehen wird – und zudem körperlich sehr anstrengend sein kann.

Erntehelfer aus Osteuropa

Donnerstag, 18. Juni 2009

Die Erntesaison 2009 läuft auf Hochtouren. Erntehelfer unterstützen die Landwirte beim Einbringen der Frucht von Norddeutschland bis Süddeutschland, vom Niederrhein bis nach Brandenburg. Auch im Jahr 2009 sind Erntehelfer unerlässlich, denn ein Großteil der Arbeit lässt sich nur manuell bewerkstelligen. Diese Art der Saisonarbeit bietet auch vielen Arbeitslosen eine willkommene Aufgabe, die Bundesagentur für Arbeit ist hier sehr aktiv und vermittelt oft hochmotivierte Kräfte direkt in die Betriebe.

Doch der Bedarf an Saisonarbeitern kann auf diese Weise nur teilweise gedeckt werden. Schließlich ist der Beruf des Erntehelfer ein äußerst anstrengender, so dass beim ein oder anderen rasch das Interesse an einer solchen Arbeit nachlässt. Deshalb werden seit mehreren Jahrzehnten Erntehelfer aus Osteuropa angeworben. Gerade Polen gehören feste zur deutschen Landwirtschaft dazu, langjährige Partnerschaften, ja Freundschaften sind auf diese Weise entstanden. Die Erntehelfer aus Osteuropa kommen gerne wieder, denn mit der harten, aber für osteuropäische Verhältnisse gut bezahlten Saisonarbeit können sie in ihren Heimatländern finanziell einfach besser klar kommen. Und sich vielleicht auch den ein oder anderen kleinen Luxus leisten.

Saisonarbeiter aus Osteuropa

Montag, 01. Juni 2009

In diesem Jahr sind wieder mehr Saisonarbeiter aus Osteuropa in der deutschen Landwirtschaft im Einsatz. Insbesondere die polnischen Saisonarbeiter kommen nach Deutschland zurück. In den letzten Jahren waren Länder wie Großbritannien wesentlich interessanter für die Osteuropäer (insbesondere die Polen), da dort ein höheres Lohnniveau herrscht. Doch die dortige Wirtschaftskrise und auch die Probleme der polnischen Industrie haben dazu geführt, dass derzeit viele Polen wieder nach einem Job im deutschen Raum suchen.

Dazu kommen auch immer mehr Saisonarbeiter aus Bulgarien und Rumänien. Auch die finanziell sehr angespannte Lage in Ungarn zwingt viele Ungarn dazu, sich ein Zubrot als Erntehelfer in Österreich oder Deutschland zu verdienen. Die Zahl der Saisonarbeiter aus Osteuropa wird aus diesen Gründen im Jahr 2009 vermutlich deutlich über der von 2008 liegen, als ein Arbeitskräftemangel festzustellen war.