Saisonarbeit als Erntehelfer

27. April 2009

Eine weitere Möglichkeit, als Saisonarbeiter zu arbeiten, ist eine Tätigkeit als Erntehelfer. Als Erntehelfer werden üblicherweise solche Arbeitnehmer bezeichnet, die saisonale Hilfstätigkeiten in der Landwirtschaft ausüben. Das kann die Mithilfe bei der Ernte sein, etwa von Spargel, Erdbeeren und Äpfeln. Doch geht der Erntehelfer-Begriff darüber hinaus.

Erntehelfer können – so eine etwas weiter gefasste Definition – das ganze Jahr über als Unterstützung von Landwirten oder auch Winzern hinzugezogen werden, soweit der Einsatz zeitlich begrenzt ist. Unbegrenzte Tätigkeiten entsrpechen  dann eher dem Arbeitsprofil eines klassischen Landwirtschaftsarbeiters.

Da der Bedarf an Erntehelfern in Deutschland regelmäßig nicht über den regulären Arbeitsmarkt gedeckt werden kann , da das Lohnniveau sehr niedrig ist, findet traditionell eine Anwerbung von Saisonarbeitern in Osteuropa statt. Diese werden als Erntehelfer im gesamten Bundesgebiet eingesetzt, wobei die Gebiete, in denen intensiver Anbau stattfindet, eine höheren Anteil von osteuropäischen Erntehelfern einsetzen. Diese Gebiete sind oft auch ohnehin strukturell bevorzugt, anders ausgedrückt ist das allgemeine Lohnniveau dort höher, womit die Beschäftigung lokaler Kräfte noch schwerer fällt.

Die Vermittlung osteuropäischer Saisonarbeiter als Erntehelfer erfolgte in der Vergangenheit unter Bedingungen, die nicht immer mit den Gesetzen im Einklang standen. Für viele Personalvermittler ist der Sektor zum einen zu unattraktiv, zum anderen wird – nicht zu Unrecht – die Problematik einer Aktivität in zwei sehr unterschiedlichen Kulturkreisen als kompliziert angesehen.

Saisonarbeitskräfte in der Gemüseverarbeitung

19. Februar 2009

Saisonarbeitskräfte werden nicht nur als Erntehelfer benötigt. Auch in der Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten wird auf das Mittel der Saisonarbeit zurückgegriffen. Denn genau wie bei der Ernte ist bei der Gemüseverarbeitung der Bedarf an Arbeitskräften starken saisonalen Schwankungen unterworfen.

Eine weitere Parallele zur “klassischen” Saisonarbeit ist der Einsatz osteuropäischer Saisonarbeitskräfte. Deutsche Arbeitnehmer sind für die anstrengende und schlecht bezahlte Tätigkeit nicht oder nicht in ausreichender Anzahl zu gewinnen. Da die hohen Energiekosten und das sich wandelnde Verbraucherverhalten die Nachfrage nach lokalen Agrar-Erzeugnissen stützen werden, was gleichfalls für die verarbeiteten Rohstoffe gilt, wird auch der Bedarf an Saisonarbeitskräften konstant bleiben. Teilweise hat er sogar in den letzten Jahren zu genommen. Denn trotz Mechanisierung und Automatisierung in der Landwirtschaft ist Handarbeit ein unverzichtbarer Bestandteil des landwirtschaftlichen Alltags. Erdbeeren beispielsweise können nur per Hand geerntet werden.

Der Bedarf an Saisonarbeitskräften wird also konstant bleiben. Dadurch profitieren die osteuropäischen Volkswirtschaften, denn das Geld, dass die Saisonarbeitskräfte aus Deutschland mitbringen, ist in ihren Heimatländern mehr wert und hat schon so manche Existenzgründung ermöglicht.

Saisonarbeit im Hotel

18. Februar 2009

Auch Hotels snd auf Saisonarbeiter angewiesen. im Prinzip gilt das gleiche wie für Saisonarbeiter in Restaurants : In der Branche gibt es starke saisonale Schwankungen. Hotels in Städten sind zu populären Volksfesten (wie das Münchener oktoberfest) oder Messen (Frankfurter Buchmesse) regelmäßig ausverkauft. Ausserdem führen Konferenzen zu einer hohen Auslastung, etwa eine Fortbildungsmaßnahme einer großen Firma, die gleich das komplette Hotel für ein Wochenende anmietet.

Saisonarbeiter sind nicht so flexibel, dass sie tageweise beschäftigt werden können, doch erfahrene Hoteliers wissen natürlich, in welchen Monaten am meisten Gäste kommen werden. Das sind dann die Monate, in denen Saisonarbeit im Hotel angesagt ist. Sollte in dieser Hochsaison eine kleine Lücke auftreten, empfiehlt es sich, in dieser mit der Stammbelegschaft eine Nutzung der Urlaubstage zu vereinbaren. Das ist eine flexiblere Möglichkeit, als die Beschäftigung von Saisonarbeitern nur für wenige Wochen, denn unter diesen Umständen werden sich keine Saisonarbeitskräfte finden.

Auch im Hotelgewerbe wird gerne und häufig von der Möglichkeit des europäischen Arbeitskräftemarktes Gebrauch gemacht. Es werden Saisonarbeiter für das Hotel in Osteuropa angeworben, denn für osteuropäische Saisonarbeiter ist eine Beschäftigung in einem deutschen, österreichischen oder gar schweizer Hotel sehr lukrativ. Insbesondere in Bereichen, in denen keine Sprachkompetenz gefragt ist, da kein direkter Kundenkontakt besteht, ist der Rückgriff auf Osteuropäer, auf Bulgarne, Polen, Rumänen und Ungarn populär.  Solche Tätigkeiten können etwa sein:

  • Zimmermädchen
  • Putzfrau
  • Küchenhilfe
  • Hausmeister

Aber auch immer mehr qualifizierte Kräfte aus Osteuropa finden eine Stelle als Saisonarbeite im Hotelgewerbe in Deutschland. Da das Lohnniveau sich nur langsam annähert und osteuropäische Saisonarbeiter weiterhin sehr günstig bleiben werden, ist auch in den nächsten zehn oder mehr Jahren damit zu rechnen, dass sich die saisonale Beschäftigung osteuropäischer Arbeitnehmer fortsetzen wird. Davon profitieren sowohl die Osteuropäer, als auch die westeuropäischen Hotels, die ebenso wie die Restaurants einem sehr harten Preiswettbewerb ausgesetzt sind.

Saisonarbeit in Restaurants

17. Februar 2009

Die Saisonarbeit in Restaurants gehört fest zum Bild der Restaurants in Deutschland. Ohne Saisonarbeiter könnten viele Gastronomen ihren Betrieb gleich zu machen, denn die Arbeit als Bedienung, Kellner, Putzfrau oder Küchenhilfe ist zum einen anstrengend und eher schlecht bezahlt, zum anderen unterliegt sie starken saisonalen Schwankungen.

Deshalb werden Saisonarbeiter benötigt, und da in Deutschland nicht ausreichend Saisonarbeiter gefunden werden können, rekrutiert man diese auch in anderen EU-Ländern. Für Bulgaren, Rumänen, Polen und Ungarn ist eine Anstellung für drei, vier Monate in der Hochsaison sehr interessant, denn die Löhne, die in Deutschland gezahlt werden, sind hoch.

Restaurants sind auf günstige Arbeitskräfte angewiesen, denn die Arbeitskosten sind in der Gastronomie der größte Kostenfaktor. Hier entscheidet sich, ob ein Restaurant Gewinne oder Verluste macht. Natürlich kommt es auch auf die Qualität an, muss das Marketing stimmen. Doch da die Personalkosten so bedeutend sind, gleichzeitig der Wettbewerb sehr hart ist, müssen die Gastronomen immer versuchen, die Personalkosten im Griff zu behalten. Deshalb ist Saisonarbeit in Restaurants so wichtig, denn Saisonarbeiter sind für Gaststätten die billigsten Arbeitskräfte und müssen nur bezahlt werden, wenn es auch Arbeit gibt.

Saisonarbeiter

15. Februar 2009

Die Möglichkeit der Saisonarbeit ist für die deutsche Wirtschaft unerlässlich. Saisonarbeiter werden vor allem in der Landwirtschaft und im gastronomischen Bereich und Hotelsektor gebraucht.

Saisonarbeiter arbeiten – wie es der Name ja schon andeutet – saisonal. Sie sind also nicht genzjährig beschäftigt, wobei Saison hier wenige Wochen bis hin zu nahezu ein ganzes Jahr bedeuten kann. Erntehelfer in der Landwirtschaft oder Helfer bei der Weinlese werden meist nur wenige Wochen benötigt. Hotels brauchen Saisonarbeiter dafür um so länger, wobei es hier auch starke saisonale Unterschiede gibt.

Hotels in Feriengebieten, die nur im Hochsommer besucht werden, brauchen die Saisonarbeiter nur in dieser Zeit. Hotels in Großstädten haben evtl. ganzjährig ein gleichmäßiges Gästeaufkommen und stellen Saisonarbeiter ein, um ihre Stammbelegschaft zu entlasten bzw. dieser den üblichen Jahresurlaub  zu garantieren.

Ein ingesamt also recht vielfältiges Gebiet, diese Saisonarbeit. Dies soll mit dieser Website einmal aus verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet werden.