Archiv für die Kategorie ‘Landwirtschaft’

Saisonarbeit bei der Spargelernte

Freitag, 05. März 2010

Jährlich werden in der Zeit April bis Juni viele fleißige Hände benötigt. Es ist Spargelzeit! Der beliebte Spargel ist klassischerweise ohne Saisonarbeit, also Saisonarbeiter und Erntehelfer aus Polen, Rumänien oder Bulgarien für die Spargelernte, nicht anzubauen, eine Ernte mit ihrem hohen manuellen Einsatz nicht zu bewerkstelligen. Aber auch viele junge und ältere deutsche Arbeitnehmer verdienen sich hier den ein oder anderen Euro dazu. Leider aber nicht genug, trotz der hohen Arbeitslosenzahlen.

Man sollte aber wissen: Spargel zu ernten ist körperlich eine sehr anstrengende Tätigkeit. Wer Rückenprobleme hat oder aus sonstigen Gründen nicht über einen längeren Zeitraum knienend oder bückend arbeiten kann, sollte sich vielleicht bessere eine andere Beschäftigung suchen.

Da Spargel mit der Zeit immer populärer wurde, stieg auch der Bedarf an Saisonarbeitern, die den Spargel-Bauern unterstützen. Möglicherweise ist jetzt jedoch ein Höhepunkt erreicht, aber auf dem hohen Niveau, also bei der großen Nachfrage nach Saisonarbeitern, wird man langfristig nicht auf die Saisonarbeiter aus Polen, Rumänien und Bulgarien verzichten können.

Erntehelfer aus Osteuropa

Donnerstag, 18. Juni 2009

Die Erntesaison 2009 läuft auf Hochtouren. Erntehelfer unterstützen die Landwirte beim Einbringen der Frucht von Norddeutschland bis Süddeutschland, vom Niederrhein bis nach Brandenburg. Auch im Jahr 2009 sind Erntehelfer unerlässlich, denn ein Großteil der Arbeit lässt sich nur manuell bewerkstelligen. Diese Art der Saisonarbeit bietet auch vielen Arbeitslosen eine willkommene Aufgabe, die Bundesagentur für Arbeit ist hier sehr aktiv und vermittelt oft hochmotivierte Kräfte direkt in die Betriebe.

Doch der Bedarf an Saisonarbeitern kann auf diese Weise nur teilweise gedeckt werden. Schließlich ist der Beruf des Erntehelfer ein äußerst anstrengender, so dass beim ein oder anderen rasch das Interesse an einer solchen Arbeit nachlässt. Deshalb werden seit mehreren Jahrzehnten Erntehelfer aus Osteuropa angeworben. Gerade Polen gehören feste zur deutschen Landwirtschaft dazu, langjährige Partnerschaften, ja Freundschaften sind auf diese Weise entstanden. Die Erntehelfer aus Osteuropa kommen gerne wieder, denn mit der harten, aber für osteuropäische Verhältnisse gut bezahlten Saisonarbeit können sie in ihren Heimatländern finanziell einfach besser klar kommen. Und sich vielleicht auch den ein oder anderen kleinen Luxus leisten.

Saisonarbeiter aus Osteuropa

Montag, 01. Juni 2009

In diesem Jahr sind wieder mehr Saisonarbeiter aus Osteuropa in der deutschen Landwirtschaft im Einsatz. Insbesondere die polnischen Saisonarbeiter kommen nach Deutschland zurück. In den letzten Jahren waren Länder wie Großbritannien wesentlich interessanter für die Osteuropäer (insbesondere die Polen), da dort ein höheres Lohnniveau herrscht. Doch die dortige Wirtschaftskrise und auch die Probleme der polnischen Industrie haben dazu geführt, dass derzeit viele Polen wieder nach einem Job im deutschen Raum suchen.

Dazu kommen auch immer mehr Saisonarbeiter aus Bulgarien und Rumänien. Auch die finanziell sehr angespannte Lage in Ungarn zwingt viele Ungarn dazu, sich ein Zubrot als Erntehelfer in Österreich oder Deutschland zu verdienen. Die Zahl der Saisonarbeiter aus Osteuropa wird aus diesen Gründen im Jahr 2009 vermutlich deutlich über der von 2008 liegen, als ein Arbeitskräftemangel festzustellen war.

Saisonarbeitskräfte in der Gemüseverarbeitung

Donnerstag, 19. Februar 2009

Saisonarbeitskräfte werden nicht nur als Erntehelfer benötigt. Auch in der Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten wird auf das Mittel der Saisonarbeit zurückgegriffen. Denn genau wie bei der Ernte ist bei der Gemüseverarbeitung der Bedarf an Arbeitskräften starken saisonalen Schwankungen unterworfen.

Eine weitere Parallele zur “klassischen” Saisonarbeit ist der Einsatz osteuropäischer Saisonarbeitskräfte. Deutsche Arbeitnehmer sind für die anstrengende und schlecht bezahlte Tätigkeit nicht oder nicht in ausreichender Anzahl zu gewinnen. Da die hohen Energiekosten und das sich wandelnde Verbraucherverhalten die Nachfrage nach lokalen Agrar-Erzeugnissen stützen werden, was gleichfalls für die verarbeiteten Rohstoffe gilt, wird auch der Bedarf an Saisonarbeitskräften konstant bleiben. Teilweise hat er sogar in den letzten Jahren zu genommen. Denn trotz Mechanisierung und Automatisierung in der Landwirtschaft ist Handarbeit ein unverzichtbarer Bestandteil des landwirtschaftlichen Alltags. Erdbeeren beispielsweise können nur per Hand geerntet werden.

Der Bedarf an Saisonarbeitskräften wird also konstant bleiben. Dadurch profitieren die osteuropäischen Volkswirtschaften, denn das Geld, dass die Saisonarbeitskräfte aus Deutschland mitbringen, ist in ihren Heimatländern mehr wert und hat schon so manche Existenzgründung ermöglicht.